29.09.09

Des Generals montägliche Visite der Kasernen...

...oder wie ich die Caparison Dellinger SE und Horus testete.

Nun, es war an einem Montag Vormittag, Ende September, die spätsommerliche Sonne schien und es gab keinerlei Anzeichen ungewöhnlicher Aktivitäten. Der General machte sich schon rechtzeitig auf den Weg, seine holde Dame zu empfangen, um mit ihr ein Musikgeschäft der näheren Umgebung zu inspizieren, mit dem Ziel zwei außergewöhnlichere Gitarren zu testen - diese Mission hatte den Decknamen "Basskauf", in der der Name auch Programm war (als Primärziel der Blogschreiberin sozusagen).
Der Weg war lang und beschwerlich ("Hä? Ich dachte, das sei näher an der Haltestelle...wir haben uns verlaufen - wo sind wir eigentlich? Und wie zum Teufel kommen wir an unser Ziel?). Nach einem kleinen Umweg wurde die angestrebte Lokalität gefunden und es ging ohne Umschweife direkt in die Bassabteilung. Vertohlene Blicke immer wieder in Richtung Gitarrenabteilung - ganz heimlich versteht sich. Nachdem kein pinker Bass aber dafür ein sehr passabler Vertreter dieser Art von Instrument gefunden wurde - Näheres siehe vorheriger Blog - konnte sich der General seinem Primärziel widmen. Die Gitarrenabteilung wurde anvisiert und man begab sich ohne Umschweife auf direktem Wege dorthin. Ein kleiner Gang durch die Exponate und man fand, wonach man suchte - drei Gitarren der Marke Caparison. Zwei Dellinger Modelle und eine Horus.

Folgende Modelle wurden besonders inspiziert:

Die Caparison Horus und Dellinger SE













Das erste Instrument war die Horus in "Black Night" (Schwarze Nachtgewandung) - besondere Merkmale dieser Gitarre: 27 Bünde (gängig sind 24) sowie eine sehr kurze Mensur (Gibson Mensur mit 24,75" im Gegensatz zu der Standardmensur mit 25,5"). Anfänglich war es für den General eine erhöhte Schwierigkeit, diese kurze Mensur zu spielen. Zu groß die Finger, zu klein das Griffbrett. Allerdings, und das war ganz erstaunlich gewöhnten sich die Finger recht schnell an die kurze Mensur. Stretchings sind um ein Vielfaches einfacher (also möglichst weite Griffe - gerade bei Soli recht interessant) und es läuft recht flüssig. Der Hals ist sehr flott bespielbar, es gibt kaum Reibung am Holz (Rückseite). Einziger Makel: die Bünde über dem 24. sind selbst mit "Nicht-Wurstfingern" kaum bis gar nicht zu bespielen (Vorteil für alle, die kleine Finger haben). Viel zu eng, viel zu klein - gar schwäbisches Platzangebot.
Was allerdings wieder sehr vorteilhaft war, waren die Pickups. Diese liefern einen durchsetzungsfähigen, sauberen, klaren und differenzierten Klang, selbst im High Gain Mode (also mit VIEL Verzerrung). Alles kein Problem - clean gespielt (ohne Zerre) klingen sie recht warm und dynamisch, verzerrt können sie sogar noch etwas mehr dieser Tugenden zum Vorschein bringen. Alles in allem ein homogenes Klangbild mit sehr viel eigenem Charakter. Klar, dass der eigenständige Sound dem General gefiel - immerhin ist dieses Instrument für so ziemlich jeden Bereich einzusetzen. Seien es die weichspülenden Schlagerklänge, nervendes Countrygedudel, treibende Rockriffs, verrauchte/verdrogte Blues/Stoner/Doom Riffs, beißendes Metalgeriffe, Black Metal Geschrubbe, Prog Metal Gefiedel oder gar Death Metal Gefrickel - der General war in jeder Situation mit dieser Wunderwaffe Herr der Lage. Überlegenheit durch neue Kriegsmittel.
Einzig die ungewöhnliche Anwahl des tonalen Arsenals war anfänglich - wie das Griffbrett - gewöhnungsbedürftig. Ein Push-Poti zur Anwahl und zur Lautstärkenregulieren. Die totale Kontrolle über den Ton war zwar nicht gegeben, aber wer regelt schon großartig mit der Höhenblende?

So überraschend positiv die Horus gewesen ist, so überraschend negativ empfand der General den Hals die Dellinger SE (die hatte die allseits beliebte "Oiled Mahagony" bzw. alternativ "Möbelhausoptik").
Ein viel zu schmales Griffbrett - trotz der Standardmensur von 25,5" und den 24 Bünden - das sehr stark an den Hals der Ibanez RG erinnert. Die Saiten liegen sehr dicht aneinander - kein Vergleich zu der JEM Serie von Ibanez oder den ESP M Modellen, bei denen man auch "Luft zum Atmen" hat. Ferner ist der Hals an der Rückseite wenig geschmeidig und man hat stets das Gefühl, dass man im Auf-Abwärts/Abwärts-Auf Lauf unterbrochen bzw. immer wieder aufgehalten wird. Nicht flüssig das Gleiten an der Rückseite. Womöglich lässt sich das Problem mit Politur/Öl/Wachs beheben - wenn nicht: jeder, der eher auf der Stelle spielt hat damit kein Problem. Wenn man allerdings in die unterschiedlichsten Bünde in einer recht kurzen Zeit will, ist der Hals nicht geeignet.
Vom Sound her, dadurch dass es sich wie bei der Horus um die hauseigenen Tonabnehmer handelt, ist eine frappierende Ähnlichkeit nicht von der Hand zu weisen. Eventuell ein wenig "stratiger" vom Klang, ebenso eigenständig - ansonsten sehr gleich.

Näheres zur Hardware kann man getrost und guten Gewissens dem Datenblatt entnehmen, die verwendeten Komponenten sind sauber und exakt verbaut worden. Qualität wird bei dieser Marke noch groß geschrieben, was sich nicht zuletzt im Preis manifestiert - 1999€ für die Horus und 2099€ für die Dellinger SE. Wobei in Anbetracht der persönlichen Erfahrung eindeutig das Arsenal mit einer Horus erweitert werden sollte - insofern Geld vorhanden wäre bzw. keine Rolle spielt.

Nachdem die Stunden so dahinflogen, der General in eine andere Dimension/Welt eintauchte, seine Umwelt vergaß, war es irgendwann soweit: das Ende der Truppenübung der "Gehörgangsangriff-Mission", um mit Bass und General im Schlepptau den Gang in heimische Gefilde anzutreten. Geschafft war ein ereignisreicher und entbehrlicher Tag, der die Frage aufwarf, was wohl schwieriger ist - entweder die Horus im Laden zurück zu lassen, ohne auch nur eine Bank ausgeraubt zu haben, oder den Bass unbeschadet in der U-Bahn zu transportieren...
Der General entschied sich nach gründlichem Überlegen dafür, dass die erste Möglichkeit viel schwieriger sei, die Horus zurückzulassen und stempelte sie mit dem Prädikat *HABEN WILL* ab.

Zu guter Letzt sollte die Geduld und die verständnisvolle Art der Begleiterin gewürdigt werden, welche den General tatkräftig bei dieser Mission unterstützte und mit keinen negativen Nachwirkungen oder übler Nachrede á la "Schatz, du beachtest mich nicht!" oder gar "Du liebst mich nicht mehr! Und das alles nur wegen dieser blöden Gitarre!" aufwartete.

P.S.: Ich liebe dich auch!

Thrashella vs. Basskauf & Musiker

Gestern war ich endlich shoppen. Für euch ein exklusiver völlig überzogener und extrem subjektiver Tatsachenbericht aus der Sicht einer (angehenden) weiblichen Basserin - das muss aus der Sicht eines männlichen Gitarristen so ziemlich das unfähigste sein, was so mit Musikern rumhängt.

T.:"Guten Tag, ich bin, äh, auf der Suche nach einem Bass, äh, des wird mein erster...öh, bitte nix Fenderartiges und auf alle Fälle vier Saiten!"

Verkäufer: "Ja, da hätten wir den Ibanez SRX 430...



...den Cort EVL Z2B...


via:  cort.ch 

...den B.C. Rich Warbeast Trace...



...den Yamaha RBX 170...

via: yamaha.com
..."
Ich hab mich dann mehr oder weniger munter durchgetestet, eher weniger, weil ich so gar keinen Plan hatte, WIE ich die denn nun anteste. Das ganze hatte tatsächlich was von "Ich hab zwar keinen Führerschein, aber ich kauf mir halt mal nen Auto", aber mein Co-Autor hat mir trotzdem/grad deswegen unter die Arme gegriffen. (Großes Lob für Geduld, Zu- und Abraten)
Zu den Bässen:
Der Ibanez gefiel mir ansich ganz gut, aber war ja auch der erste und nach der ersten Testrunde gleichauf mit dem Cort. Beide haben mir vom Klang her durchaus zugesagt und haben einen recht zierlichen Korpus. Dann kamen noch der B.C. Rich und der Yamaha dazu: Bei ersterem rächt sich die trve Optik durch die Kopflastigkeit. Geht also gar nicht, das hat würde mich auch stören wenn ich auch betrunken bin...  Ansich WOLLTE ich ja nur den deutlichen Unterschied zwischen Top und Flop spüren...) Zweiterer hat einen wesentlich ausladenderen Korpus als die ersten beiden und fiel damit auch nach 10 Sekunden wieder aus der Wahl. Also noch eine Runde die beiden ersten Bässe. Fast wärs dann der Cort geworden, damit hätte ich mein Budget um ca. 10 € überzogen. Bis auf die unglaublich posigen Pentagrammeinlagen im Hals und den Preis hat er mir echt gefallen. Also hab ich sicherheitshalber nochmal gefragt, obs noch was ähnliches gibt, weil ich dachte, der Cort kann ja nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

DANN kam der Verkäufer mit meinem Schätzchen, dem Warwick Streamer Blackhawk 4 an:

-Passend zu meinem Budget,
-Passive Elektronik, die ich wenn ich lustig bin,auf aktiv nachrüsten kann,
-Bessere Tonabnehmer & hochwertige Hardware, die sosnt auch in den "großen" Warwicks verbaut werden,
-Zierlich gebaut (passend zu mir :p)


(Fettfingerchen und Staub rocken! Punktum!)
Er erschien mir zugegebenermaßen erstmal etwas unscheinbar und Mr. Gitarrist hat auch ein wenig schräg geschaut, aber nach kurzer Einstellerei wurde er mir richtig sympatisch. Dann verzog sich der General auch schon in Richtung Gitarren und ich konnte mich gleich mal mit dem Blackhawk anfreunden... (Immer noch problembehaftet, siehe Autokaufproblematik.) Ich hab sicherheitshalber nach einem weiteren Alternativbass gefragt, aber dem Verkäufer fiel nichts mehr außer dem GSR 180 von Ibanez ein. Hier zur allgemeinen Gaudi mal in Magenta, weils so tussilike aussieht:


Nach einer Weile (wenns ne halbe Stunde war, dann war ich ja echt gut!) und einer SMS an das elterliche Finanzministerium mit Antwort (Ja, ich geb dir was dazu.) hab ich mich auf die Suche nach dem General gemacht. Gefunden hab ich ihn in einem Kämmerchen voller Half- und Fullstacks, wo er auf ner sündhaft teuren Klampfe rumgedudelt hat und auch wie angedroht NICHT ANSPRECHBAR war... Ich bin eine gefühlte 3/4 Stunde um ihn rumgeschlichen, hab die absolut astronomischen Preise der Stacks inspiziert und muss wohl extrem verbiestert geguckt und ihn mehrfach angezickt haben, was er aber überhaupft nicht mitbekommen hat. Wenn ich versucht hab, ihm ne Frage im Bezug auf den Blackhawk zu stellen ("Sag, soll ich den mitnehmen!?, Was hältst du davon?!") kam nur irgendnen schwer verständlicher Halbsatz und ein irrer Blick.

Kann man als Basser von einem Gitarrero, der grad völlig verzückt am Saitenzerren ist und schon glasige Augen und einen dämonischen Blick hat, eine prompte, vollständige Antwort erwarten?
NEIN!
(hätt ich mir denken können.)
Ich hab ihm dann versucht, anzudrohen, alleine essen zu gehen - Klar, dass das nicht gewirkt hat, weil er mich a) nicht verstanden hat und b) eh keinen Hunger hat.
Auf alle Fälle fühlte ich mich eine Weile wie ein armer unterdrückter Mann, der seine Frau beim Shoppen begleiten muss und einen neuen Anzug kaufen muss. Anprobieren ist die Hölle, die Frau hilft beim aussuchen, zwingt zum Anprobieren und verschwindet dann für Stunden in der Damenabteilung, um sich den Xten Rock, das Xte Shirt und die Xten und X^1ten Schuhe zu kaufen oder zumindest anzuprobieren. Sind Bassisten tatsächlich oder glücklicherweise simpler gestrickt als Gitarristen? Und warum lacht alle Welt über Bassistenwitze und schaut betreten, wenn jemand Gitarristenwitze vom Stapel lässt?


Irgendwie hab ichs dann doch geschafft, ihn loszukriegen - eventuell mit abschätzigen Bemerkungen über seine Xiphos, deren Brüderchen auch in dem Kabuff hing? Designer und Käufer müssen wohl auf Speed oder schlimmerem sein...
Nach dem Essen haben wir dann dem Bass abgeholt, auf alle Fälle weiß ich jetzt, wie sich ein Bassisst fühlt, der mit einem Musiker in ein Musikgeschäft geht.

ps.So schlimm wars nu auch nicht, der Bericht ist überzogen. Außerdem klingt die Xiphos nur gut. Außerdem ist mein Co-Autor nicht nur der arme Co-Autor, sondern auch mein (sämtliche Adjektive, die "WOW!!! *sabber* " umschreiben, einsetzen!) Freund, der sich zudem auch noch bereit erklärt hat, mir zu zeigen, wie ich denn nun die richtigen Töne zur richtigen Zeit ausm Viersaiter lock. Falls du das hier noch liest und nicht schon vor Wut zitternd meine Nummer wählst oder vor Lachen am Boden liegst: Ich liebe dich!

27.09.09

Futter für die Kutte?


Der musste gestern abend mit. Angesichts der Sängerin überleg ich mir, ob der wirklich auf die Kutte kommt, oder ob ich ihn in paar Jahren teurer weiterreich. Is eigentlich nich so mein Ding, werd ihn wohl als Erinnerung an den tollen Abend mit "meinem" General draufmachen, wenn mich jemand drauf anspricht, kann ich ja immer noch sagen, dass die Sängerin NICHT mein Fall ist.
Fauler Kompromis.

Basskauf.




Ibanez GSR 180-MGT via: thomann.de
Nein, ich hab nicht vor, GENAU DEN zu erwerben. Ja, trotz meiner Tussi-Vorliebe für pink.
Ich überlege mir nur, wer sich einen Pink-Metallic-farbenen Bass kauft... JBO-Fans? Punks? kleine Mädchen? Metallerinnen, die ihre Weiblichkeit unterstreichen wollen? Männer, die (achtung Klischee!) ihre sexuelle Orientierung unterstreichen wollen? Ältere Damen um die 80? Menschen/Musiker/Basser/Gitarristen, die sosnt schon alles haben? Gar niemand? Kann nicht sein, denn:  Keine pinken Bässe ohne Käuferschicht für pinke Bässe!
Ich sollte nicht zuviel lästen, am Ende sagt mir genau der zu und die Farbe sieht viel geiler als auf dem Bild aus... Sorry, Ibanez, der is ja auch gar nicht pink, sondern Magentafarben. DANN ergibts ja wieder Sinn.


Possessed by Thrash IV

Hier kommt der im ersten Post versprochene Bericht:

Wir waren gestern aufm Possessed by Thrash IV im Sakrema :

Auf dem Weg dahin kam uns ein Pärchen entgegen, die gar nicht nach Metal aussahen, aber sie zu ihm über uns sagte: "Schau mal, das sind noch 2 aus den 80ern ausgebrochen!" Direkt vorm Sakrema standen dann schon etwa 20 besoffene Thrasher, die sich wie die letzten Asis benahmen... Drinnen wurds dann besser, wir trafen über den Abend auch viele Bekannte vom General... Egal, die Bands:
Opener waren Delirium Tremens, der Auftritt war etwas durchwachsen, der Sound hätte weniger matschig sein dürfen und die Musik ansich etwas abwechlungsreicher. Ich war so ganz zufrieden, aber der General hat sich drüber mokiert, dass gegen Ende der Drummer auch noch Aussetzer/konditionelle Probleme bekam. Mir als Otto-Normal-Verbraucher ist das weniger aufgefallen. Ich würde mir DT gern nochmal mit besserem Sound in einer anderen Location angucken, wenn sichs mal ergibt.
Die zweite Band, Deathhammer, die aus Norwegen eingeflogen wurden, waren die ultimative Enttäuschung, am Anfang war der Sound viel zu matschig und basslastig und nach nen erneutem Mischversuch nur noch übel matschig. Außerdem war die Band eh schon rotzblau, der Sänger hat sich während des Auftritts noch ne Flasche Whiskey reingezogen und ist zu Ende der Vorstellung (programmgemäß?) ins nagelneue Drumkit vom Headliner reingekracht, was dann auch erstmal demoliert war. Auch die Zuschauer ganz vorne sind abgegangen wie Drecksau: Der Keller hat ja mit 2,10m eh schon ne niedrige Decke für so ne Lokalität, aber die Crowdsurfer haben auch gleich noch die Deckenpaneele rausgetreten... Die will ich nicht noch mal sehn müssen, das war Zumutung deluxe!
Nocturnal waren nach diesem Kasperltheater ne echte Wohltat: Geiler Sound, man konnte ja zumindest die Instrumente auseinanderhalten, während man bei DH nur Brei mit Bassdrum gehört hat. Die Wohltat hielt ungefähr solange an, bis die (neue) Sängerin angefangen hat, ihrem Job nachzugehn. Ich werde nie wieder über Growls (von Männern) lästern, die nach "schlimmen Magenproblemen" klingen. Die Frau klang, als wär jemand hinter ihr her, nein besser als wäre SIE hinter jemand her. Nach einigen Songs sind wir rausgegangen, dem General schien das Gebrüllkreisch körperliche Schmerzen zu bereiten. Nocturnal würd ich mir durchaus nochmal anschauen, aber nur wenn die Sängerin NICHT am Start ist. Mal in die alten Platten ohne sie reinhorchen, wird sich wohl lohnen.

Fazit: war nen cooler Abend, die Gehöre waren dank Iron-Maiden-Trällermetal in den Pausen echt gut weich- und dank dem Thrash durchgespült. Wer kommt auf so absurde Pausenmusik an som Konzi? Ich hab nix gegen Maiden, sondern mag die gern, aber DA waren die echt fehl am Platz.
Kann mir jemand aus der Leserschaft erklären, warum Menschen auf nen Konzert gehen und sich derartig volllaufen lassen, dass sie sie Hauptband verpassen?! (Ok, frei nach dem Gitarrero einer "weltbekannten" Deathmetalband: "Wer extreme Musik machen will, muss halt auch extreeem sein!" aha. sicher!?)

23.09.09

sinnfrage.

Ich fürchte, dass ich in den letzten (Ferien-) Wochen die absolute Überdosis Fashionblogs konsumiert habe. Bei näherer Betrachtung isses völlig irrelevant für mich, was sich X aus Y bei Z gekauft hat und dass sie es mit den Teilen a,b,c und d aus ihrem Kleiderschrank kombinieren kann. Hab mich richtiggehend dran überlesen und den Eindruck, dass ich meine Internetzeit auch besser nutzen kann:
-Buch lesen
-Musik nicht nur als Hintergrundgeplätscher wahrnehmen (entweder hör ich konzentriert oder ich tu was anderes und lass mich berieseln.)
-Latein lernen
-Im Internet nach nem Bass schauen
-Was nähen (und dann hier damit posen)
-außerdem hab ich eh schon viele Blogs, die mir eine Weile als nichtssagend aufgefallen sind, gekickt und nach anderen geschaut. Die Liste hat eh immer um 100 Blogs.

Klar, als Frau bin ich durchaus für Mode zu haben, aber irgendwie stößt das immer mit meiner "Klamottenfaulheit"zusammen, die wirklich oft getragenen Modelle, die auch gelegentlich nachgekauft werden, sind:
-Jeans, Cargohose, Zimmermannshose
-Kapuzenpulli oder -Jacke, Cardi
-Bandshirts, Polos
-Chucks, Adidas Samba, HiTops, Keine Highheels, Springer
-Gürtel en Masse, von denen ich ja doch nur zwischen 3 wechsel
-Lederjacke, normale Jacke, Snowboardjacke, Kutte

Die aktuellen Sachen und Farben gefallen mir auch nicht... Farben sind eh so ne Sache, Metalkram is meistens schwarz, für die Uni gibts noch Rot, Dunkelblau, Grasgrün, Dunkelgrün, Hellblau, Orange und Pink. Und keine saisonalen Modefarben.

Ok, ich hab quasi 2 Kleiderschrankhälften, eine für Freizeit und eine für die Uni und "offizielle" Sachen, weil ich da nicht sooo gerne mit Kutte, Lederjacke und weißen Turnschuhen rumrenn, weil das da einfach nicht hinpasst. (Der General hat den Vorteil, dass ne Kutte an ihm irgendwie natürlicher aussieht, keine Ahnung wieso, vllt. weil er ein Mann mit langen Haaren ist und ich ne Frau mit kurzen?)

Und damits hier noch was zu sehn gibt, meine Kutte, taaadaaa!




Und die Publikumsbeteiligung: Könnt ihr mir Blogs abseits von Mode (und Mainstream) empfehlen?
np: Megadave - Rust in Peace Polaris

21.09.09

kreativ^10

Ich hab mich gestern vormittag kreativ ausgetobt - ansich nix großes, aber sowas von metallisch korrekt, drum muss es hier rein:
Seit der 5. Klasse hab ich so ne simple (Spießer-)Lederschultasche, die ich insgesamt etwa nur nen halbes Jahr benutzt hab, bis Freund Eastpak zum Geburtstag kam. Bis gestern führte sie ein Schattendasein unter meinem Bett, aber jetzt isse wieder up-to-date:




In nächster Zeit kommt sicher noch was dazu. Mal sehn ob ich ein komplexeres Logo bewältigen kann - aber das will ich dann nicht umbedingt DA testen...
(Jetzt darf nur der General keine Kunstwerke posten, weil dann der Lächerlichkeit preisgegeben bin.)

Das erste und vermutlich letzte Mal, dass hier hier Kosmetik zu sehen bekommt (=



Auf pinkmelon.com gibts wieder eine Vorschau auf die neuen Sachen von essence. (Klick´auf den Link, dann siehst du alles.) Ich hab hier stellvertretend die neuen Wimperntuschen reingestellt, weil ich mir wenns soweit ist, mal die lilane anschauen werde. Komplementärfarbe zu grün und so, ne?
Hast du eigentlich je ein Produkt von einer günstigen Kosmetikfirma (essence, Catrice, p2, Basic) aufgebraucht?
Weil das hier kein Mainstreamblog ist, wird dieser Post eine Ausnahme bleiben. Oder willst du ihr mehr über "Thrasherella vs. Kosmetik" erfahren? Dann klick unten "Hot". (Meine Fresse, das klingt ja fast wie schlechte Telefonierwerbung *hust*)

 Im nächsten Post gibts wieder was abseits vom schöden Konsumwahn, versprochen.

19.09.09

Megadeth - Endgame [2009]

Megadeth - schon interessant, dass es sie noch immer gibt, interessant, dass sie nicht zu Schnulzensalzsäulen erstarrt sind oder sich nur noch auf ihren Lorbeeren ausruhen. Denn mit ihrem neuen Output "Endgame" beweisen sie, dass sie es nicht verlernt haben - oder sollte ich vielmehr schreiben "...dass Dave Mustaine nichts verlernt hat" ? Manche Alben nach den Klassikern waren recht "Risk"-ant, andere eher "Crypti..."-sch und manche brauchten einen Protagonisten ("The World Needs A Hero")...

Nun, schon erstaunlich, was die Herren um Megadave aus dem Hut gezaubert haben. Härte, Tempo, geniale Soli, eine nicht so nervige Stimme (erinnert sich noch jemand an "Tout le monde?" ), packende Songs und Hooks, treibendes Drumming...ja, Megadeth-/Thrasherherz, was willst du mehr? Klar, das ganze Gebräu ist zwar nicht die Neuerfindung des Rades oder besonders innovativ, aber das brauchen die Songs auch nicht. Denn lieber Songs mit Klasse als innovatives, "Risk"-antes Gespiele.

Anfang des "Endspiels" macht ein instrumentales Intro, mit packendem Riffing und netten Soli. Das Ganze nennt sich "Dialectic Chaos" und könnte problemlos auf die Soliarten von Mustaine und Broderick umgelegt werden, die sich ein munteres Duell liefern. Nahtloser Übergang zum nächsten Song, namens "This Day We Fight!" und Energiebatzen Nummer zwei läuft. Ziemlich heavy für ein Megadeth Song. So heftig waren sie schon lange nicht mehr... Klar, softere Nummern wie das anschließende "44 Minutes", "The Hardest Part Of Letting Go... Sealed With A Kiss" oder der eingängige Titeltrack lockern den Geschwindigkeitstrip etwas auf, bringen etwas Dynamik ins Gesamtbild, aber richtig soft wird es nicht unbedingt (außer man kommt aus dem extremeren Musikbereich). Stimmlich muss man sich dieses Mal keine Gedanken machen - zwar ist Megadave nicht der geborene Sänger, allerdings vermag er auf "Endgame" seine Stimme gekonnt einzusetzen.

Dass Megadeth (m.E.) nicht alte Glanztaten übertrumpfen können, dürfte jedem irgendwo klar sein. Anknüpfen an Klassiker wie z.B. "Countdown To Extinction", "Peace Sells..." kann "Endgame" durch treibende Riffs und begnadete Gitarrensoli, nicht unbedingt durch Innovation aber durch ein modernes Soundgewand.
Ergo eine Megadeth Scheibe, die teils alte als auch neue Stärken in sich vereint.

Lohnenswerte Soli...äh Lieder: "Dialectic Chaos/This Way We Fight!", der schon als Single erschienene Track "1320", "Bite The Hand"...usw. Wenn man es genau nimmt, sollte man sich die gesamte Scheibe zu Gemüte führen, da sie (auch) als Gesamtpaket von gleichbleibender Güte/Klasse ist sowie einen homogenen Guss der Lieder besitzt.

Für Megadeth Fans, für welche, die es werden wollen als auch für Interessierte sehr empfehlenswert.

Mit wärmsten Empfehlungen
Der Schreiberling

Co-Autor

Weil ich der etwas visuellere Musikhörer (und kaum -selbermacher) bin, habe ich mir Verstärkung geholt.

Mein Kollege studiert die gleichen Fächer wie ich (also Deutsch und Geschichte) und ist der (bessere) Musiker und Reviewer an Bord.
Von ihm wird auch das versprochene Review zu Megadaves´ "Endgame" kommen. Man könnte also sagen, ich hab den musikalischen Part geoutsourced. Oder outgesourct? Ganz wie ihr wollt.

Außerdem gibt es ab sofort ein Abstimmungsmodul unter jedem Eintrag, damit wir gleich abschätzen können, wovon ihr in Zukunft mehr lesen wollt.

Now Playing: Exodus - Bonded By Blood

17.09.09

Franz Kafka - Die Verwandlung

So, mein erstes Mal "Öffentlich Senf zu Literatur abgeben" - liest sich sicher besser, wenn man das Buch schon intus hat.

Ich hab meine Hamburger-Lesehefte-Ausgabe exakt bis zur Mitte geschafft. Ansich find ich die Erzählung nicht schlecht, halt übliches Kafka-Strickmuster: Stress mit Vaddern, schlechtes Verhältnis zu Frauen,... Da erzähl ich euch sicher nix neues.
Leider isses für mich so, dass ich mir unter dem "neuen" Gregor Samsa keinen Käfer, sondern eine fette, eklige, 1,70 m lange Schabe vorstelle. Bildmaterial erspar´ ich euch an dieser Stelle.Ich habe eine echt blühende Fantasie und sehe vor dem inneren Auge sehr deutlich, wie dieses Krabbelviech unter dem Sofa hockt, sich langsam bewegt und nach so ca. 1/4 der Erzählung vom Vater durch die Zimmertür geschubst wird, weil er zu schwerfällig ist und sich nicht mitteilen kann und der Vater zu ungeduldig ist. Klar, dass er sich dabei auch noch eine detailgenau beschriebene widerliche Wunde zuzieht.

Jedenfalls hatte ich nach der Hälfte keinen Bock mehr und damit hat Kafka voll ins Schwarze getroffen. Wie E.A.Poe will er beim Leser Ekel und Abscheu erzeugen und das Verhältnis zwischen Vater und Sohn drastischer darstellen: Der Sohn hat sich vom Vater entfremdet und die beiden können nicht mehr
kommunizieren, der Vater WILL ihm auch gar nicht helfen, sondern schubst ihn rum. Die Sache mit den Frauen wird dadurch abgedeckt, dass seine Schwester ihn versorgt, es ansich auch gut meint, aber er diese Hilfe kaum annehmen mag und sich ob seines Äußeren schämt.

Lesenswert? Ja, ein Klassiker*. Wenn man sich nen niedlicheren Käfer vorstellt, könnte es sogar Spaß machen.Ich persönlich kann Kafka seit ich "Der Process" in der Schule lesen musste, persönlich nichts mehr abgewinnen. Baaah, der Kram hat mich wegen der eindrücklichen Bilder und der kafkaesken Unlogik in den Schlaf verfolgt - sicher toll und beeindruckend, wenn mans freiwillig liest. Also: Für freiwillige Kafkaleser sicher optimal. Daumen hoch! Deshalb werd ichs auch noch mal mit anderen Erzählungen, zum Beispiel "Die Strafkolonie" probieren, weil ich die Idee hinter seiner Schreibe (fachlich) gut finde.

Ich hoffe, mein Review hat gefallen. Klar, hier schreibe ich anders als für die Uni, aber der Blog ist gewissermaßen das Testgelände dafür. (Und beim nächsten Review hab ich dann auch das ganze Buch gelesen.)

@Abiturient(inn)en: Wenn ihr mir verratet, was die (Deutsch-)Sternchenthemen der diesjährigen Runde sind, werd ich sie hier wirklich fachgerecht zerlegen, weil ich für mein Literaturwissenschaftstudium eh noch so einiges lesen muss und dass als Übung nutzen kann. 
*für die Geisteswissenschaftler: Ja, ich weiß, Klassik war was ganz anderes.

Hingucker oder doch mehr dran?

 Gestern abend bekam ich eine recht interessante MySpace-Freundanfrage, nämlich vom Black Metal Pedal.
So sieht das Teil aus:
Ich finds optisch sehr geil, wegen "Power", "Hatred", "Attack" und "Chaos". Der Sound is tatsächlich "wie aus den tiefen 80ern ausgebrochen" (inklusive Grundrauschen...), aber das bekommt man mit aktueller Technik und ein wenig Herumprobieren auch hin.
Das BMP ist das erste, auf 666 Stück limitierte Teil der Firma Dragonfly.
Für mich eh keine Option, da ich mich gerade am Bass versuche - mal sehn obs dabei bleibt.
Bis vor 2 Jahren habe ich Schlagzeug gespielt. Obwohl Schlagzeug ansich ne geile Sache ist, hat es zwei große Nachteile: Jeder um einen herum hört klar und deutlich, wenn man beim Üben zum drölfzigsten Mal voll daneben haut, außerdem musste ich immer 10 Minuten in den Proberaum latschen und dann erstmal umbauen, weil ja noch X andere Leute auf das Teil eingedroschen haben.
Jetzt hab ich den Bass zum Instrument meiner Wahl erkoren. (Unverstärkt kann ich auch nachs um 2 "Krach" machen und muss vor allen Dingen nicht aus dem Haus dafür. Überhaupt, am Anfang unverstärkt üben ist gut fürs Ego *g*) Mal sehn, wer bei Thrasherella vs. Bass gewinnt, wenn ich meine Fingerchen unter Kontrolle und weiterhin genug Spaß dabei hab, geh ich shoppen...

DEMONICA - oder "Ich hab ne neue Band gefunden!"

Demonica Logo 2009

Ich bin vorhin durch mein Hausforum* auf ne band aufmerksam geworden... Demonica spielen nach eigenen Angaben "Brutal Thrash Metal" und bestehen aus Ex-Mitgliedern von Mercyful Fate und Forbidden, sowie einem thrashorientierten Journalist, der das Metier gewechselt hat und singt. Hört einfach mal rein. Ich hab angefragt, WANN denn nun die erste Scheibe am Start ist, mal sehn, ob da ne Antwort kommt.

Außerdem möchte ich hiermit meine erste Leserin, Eleonore von Air Stands Still, willkommen heißen.

Gerade habe ich auch noch ein wenig am Layout geschraubt, aber das wird sicherlich nicht das letzte Mal sein.

*Nein, ich werd euch nicht verraten, welches Metalforum ich bevorzuge, schließlich breite ich hier schon genug von meinem Leben aus.



14.09.09

twitter

kein bisschen metal

Ich habe gerade auf einem Modeblog, den ich bis vor einigen Minuten in meiner Liste hatte, Bilder der Bloggerin mit Akteuren vom Paganfest gesehn. "Hier bin ich mit dem Sänger von X zu sehn und da mit 2 Mitgliedern von Y." Toll, aber wie waren die Bands? Ich habe zweimal per Kommentar nachgefragt, beide sind gelöscht worden. Irgendwie kann ich echt auf son Rumposieren verzichten, mich interessiert nicht die Optik von irgendwelchen Musikern, sondern ihre Musik, sonst wärens ja Optiker. Ich werds bei folgenden Reviews besser machen. Versprochen.

now playing: Annihilator - Alice in Hell

1. Post

Ich werd hier regelmäßig über gehörte Alben, besuchte Konzerte und gelesene Bücher berichten. Eventuell auch mal über gekaufte/genähte Klamotten, aber das spielt für mich eine untergeordnete Rolle.

Folgende Bücher habe ich gerade am Start:
Franz Kafka "Verwandlung" - Will überhaupt noch jemand was davon wissen?
J.W. Goethes "Werther" - gleiche Frage, aber ich muss das alles für die Uni, äh, fürs Leben lesen.
Jacob Burckhards "Geschichtswerk" in 2 Bänden, ansich auch für die Uni, aber das schein mir (sogar) spannend zu sein.

Was an Konzerten demnächst so kommt:


Possessed By Thrash 4 mit Nocturnal, Deathhammer und Delirum Tremens
(Wie gut, dass wir jetzt wissen, in WELCHER Fußgängerzone das Sakrema liegt, nämlich in der hinteren, kleinen - Dieses Wissen wird uns in 2 Wochen vor einem halbstündigen Fußmarsch retten. Da hab ich Nuclear Warfare und Outrage gesehn - erstere hab ich seit ca. 3 Jahren endlich mal wieder gesehn, war sehr cool und ein wenig chaotisch. Der Basser hat auch noch den Gesang übernommen und der Gig hatte was von nem Familienfest mit Dosenbier. Nur an Outrage hab ich keine Erinnerung mehr.)

Außerdem warte ich gespannt auf die nächste Scheiblette von Megadeth, dazu mehr, wenn ich sie paar Mal gehört habe. (Morgen isses soweit!!! \m/)

Ich freu mich auf Kommentare und Anmerkungen jeder Art.