Hier kommt der im ersten Post versprochene Bericht:
Wir waren gestern aufm Possessed by Thrash IV im Sakrema :
Auf dem Weg dahin kam uns ein Pärchen entgegen, die gar nicht nach Metal aussahen, aber sie zu ihm über uns sagte: "Schau mal, das sind noch 2 aus den 80ern ausgebrochen!" Direkt vorm Sakrema standen dann schon etwa 20 besoffene Thrasher, die sich wie die letzten Asis benahmen... Drinnen wurds dann besser, wir trafen über den Abend auch viele Bekannte vom General... Egal, die Bands:
Opener waren Delirium Tremens, der Auftritt war etwas durchwachsen, der Sound hätte weniger matschig sein dürfen und die Musik ansich etwas abwechlungsreicher. Ich war so ganz zufrieden, aber der General hat sich drüber mokiert, dass gegen Ende der Drummer auch noch Aussetzer/konditionelle Probleme bekam. Mir als Otto-Normal-Verbraucher ist das weniger aufgefallen. Ich würde mir DT gern nochmal mit besserem Sound in einer anderen Location angucken, wenn sichs mal ergibt.
Die zweite Band, Deathhammer, die aus Norwegen eingeflogen wurden, waren die ultimative Enttäuschung, am Anfang war der Sound viel zu matschig und basslastig und nach nen erneutem Mischversuch nur noch übel matschig. Außerdem war die Band eh schon rotzblau, der Sänger hat sich während des Auftritts noch ne Flasche Whiskey reingezogen und ist zu Ende der Vorstellung (programmgemäß?) ins nagelneue Drumkit vom Headliner reingekracht, was dann auch erstmal demoliert war. Auch die Zuschauer ganz vorne sind abgegangen wie Drecksau: Der Keller hat ja mit 2,10m eh schon ne niedrige Decke für so ne Lokalität, aber die Crowdsurfer haben auch gleich noch die Deckenpaneele rausgetreten... Die will ich nicht noch mal sehn müssen, das war Zumutung deluxe!
Nocturnal waren nach diesem Kasperltheater ne echte Wohltat: Geiler Sound, man konnte ja zumindest die Instrumente auseinanderhalten, während man bei DH nur Brei mit Bassdrum gehört hat. Die Wohltat hielt ungefähr solange an, bis die (neue) Sängerin angefangen hat, ihrem Job nachzugehn. Ich werde nie wieder über Growls (von Männern) lästern, die nach "schlimmen Magenproblemen" klingen. Die Frau klang, als wär jemand hinter ihr her, nein besser als wäre SIE hinter jemand her. Nach einigen Songs sind wir rausgegangen, dem General schien das Gebrüllkreisch körperliche Schmerzen zu bereiten. Nocturnal würd ich mir durchaus nochmal anschauen, aber nur wenn die Sängerin NICHT am Start ist. Mal in die alten Platten ohne sie reinhorchen, wird sich wohl lohnen.
Fazit: war nen cooler Abend, die Gehöre waren dank Iron-Maiden-Trällermetal in den Pausen echt gut weich- und dank dem Thrash durchgespült. Wer kommt auf so absurde Pausenmusik an som Konzi? Ich hab nix gegen Maiden, sondern mag die gern, aber DA waren die echt fehl am Platz.
Kann mir jemand aus der Leserschaft erklären, warum Menschen auf nen Konzert gehen und sich derartig volllaufen lassen, dass sie sie Hauptband verpassen?! (Ok, frei nach dem Gitarrero einer "weltbekannten" Deathmetalband: "Wer extreme Musik machen will, muss halt auch extreeem sein!" aha. sicher!?)
27.09.09
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